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Neues von der BAG-SPNV


11.03.2010 - Die Bundesnetzagentur hat kürzlich das seit 2005 gültige Stationspreissystem der DB Station & Service AG abgelehnt. Dies stößt bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG-SPNV) auf große Zustimmung. Bereits während der vergangenen Jahre hatte die Interessenvertretung der Bestellerorganisiationen für den SPNV das Stationspreissystem kritisiert, dabei insbesondere „das problematische Kategoriesystem, die mangelnde Transparenz und die fehlende Berücksichtigung von Vermarktungserlösen“.

Für jeden Halt eines Zuges muss das jeweilige Eisenbahnverkehrsunternehmen Stationsgebühren an DB Station & Service zahlen. Dabei ist ein Bahnhofshalt je nach Bedeutung und Ausstattung unterschiedlich teuer. Doch gerade dieses Kategorienpreissystem sei der BAG-SPNV zufolge intransparent, das heißt in seiner Berechnung zu wenig nachvollziehbar. Die Einteilung der Bahnhöfe in sechs Stationskategorien sei zudem zu wenig ausdifferenziert. Deshalb fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft nun ein Einzelpreissystem mit unterschiedlichen Preisen für jede der etwa 5.400 Stationen.

Seit März 2010 hat die BAG-SPNV zudem mit Susanne Henckel eine neue Hauptgeschäftsführerin. Die 45-jährige Diplom-Ingenieurin war bisher als Leiterin der Abteilung Infrastruktur beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) in Kassel tätig. Der nebenamtliche Geschäftsführer Arnd Schäfer wird auch weiterhin als Geschäftsführer für die BAG-SPNV tätig sein. Mit der Erweiterung der Führungsspitze reagiere man auf den wachsenden Wettbewerb des Bahnmarktes, so der Verband.