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Bequem zum Zwiebelmarkt nach Weimar


11.08.2009 - Weimar liegt sehr zentral in Thüringen und ist besonders mit dem Zug gut zu erreichen. Zwiebelmarktbesucher, die also vom 9. bis 11. Oktober auf Parkplatzsuche und eventuelle Staus verzichten möchten, können bequem mit der Bahn anreisen. Extra zu dem Fest verkehren auf Bestellung der NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen zwischen Erfurt und Weimar sowie zwischen Jena-Göschwitz und Weimar auch zusätzliche Züge. Sie sind Samstag und Sonntag von ca. 9 bis 20 Uhr sowie zur Heimfahrt in den späten Abendstunden unterwegs.


 „Um möglichst vielen Besuchern eine unkomplizierte Anreise zu dem Ereignis zu ermöglichen, haben wir frühzeitig mit den Planungen für ein Angebot von Sonderzügen begonnen, das wir dann der Stadt Weimar unterbreiteten“, erklärt Oliver Höpfner, Fachbereichsleiter der NVS. Die Planung von Sonderleistungen in dieser Größenordnung erfordert einen Zeitvorlauf von ca. sechs Monaten, im Ausnahmefall lassen sich einzelne Sonderzüge auch mit einem Monat Planung realisieren, so Höpfner. Zunächst analysierte die NVS das Ereignis sowie die erwarteten Reisenden, ehe mit dem Veranstalter, der Stadt Weimar, entschieden wurde, ob die Nachfrage mit dem bestehenden Angebot abgedeckt werden kann. Da man sich auf das zusätzliche Angebot einigte, bestellte dann die NVS beim Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio AG die Leistung. Die DB Regio wiederum prüfte die Bestellung und leitete sie an das Eisenbahninfrastrukturunternehmen (DB Netz AG) weiter, das dann den Fahrplan erstellte. Schließlich wurde dem Fahrplan durch die DB Regio AG und die NVS zugestimmt und die Veröffentlichung im Internet und an den Bahnhöfen veranlasst.

Hier können Sie den Fahrplan für die drei Tage des Weimarer Zwiebelmarktes mit allen zusätzlichen Zügen als PDF-Dokument herunterladen.



Im Oktober ist Weimars größter Star die Zwiebel


Weimar kann sich nicht nur als Wirkungsstätte klassischer Dichter und Denker rühmen: Auch zum traditionellen Zwiebelmarkt reisen aus nah und fern wieder viele Fans der Knolle an


Länger als die berühmte Weimarer Klassik hat der Zwiebelmarkt in Weimar Tradition, der jährlich am zweiten Oktoberwochenende stattfindet. Bereits zum 356. Mal dreht sich vom 9. bis 11. Oktober in diesem Jahr alles um die mehrhäutige Lauchfrucht. Damit gehört der Weimarer Zwiebelmarkt zu einem der ältesten Volksfeste in der Region. In diesem Jahr erwartet die Kulturstadt etwa 330.000 Besucher. Los geht es am Freitag, 12.00 Uhr mit dem traditionellen Zwiebelkuchenanschnitt auf dem Marktplatz.


Einst fand der Markt, auf dem Gemüse und Gewürze angeboten wurden, am Frauenplan und in der heutigen Schillerstraße statt. Mittlerweile erstreckt er sich über die gesamte Altstadt, in der auch in diesem Jahr hunderte Händler ihre Waren präsentieren. Nach wie vor sind in der Schillerstraße vornehmlich die Heldrunger Zwiebelbauern mit ihren kunstvoll gefertigten Zwiebelzöpfen verschiedenster Länge zu finden. Ein Muss für Feinschmecker ist in jedem Fall ein Stück Zwiebelkuchen oder eine Thüringer Rostbratwurst. Neben der Zwiebel, die sich in allerlei Farben und kulinarischen Formen erwerben lässt, gibt es auf dem historischen Markt auf dem Teichplatz mittelalterliche Szenen zu bestaunen: Handwerker stellen ihre kunstfertigen Produkte aus, in der Taverne können sich Gäste stärken oder den abenteuerlichen Ritterspielen zuschauen. Für die Kleinen lohnt ein Besuch auf dem 10. Kinderzwiebelfest im Hof des Jugend- und Kulturzentrums „Mon Ami“ am Goetheplatz. Hier werden u.a. Puppenspiel und ein Kinderzirkus, Basteln, Schminken, Zauberei und Luftgauklernummern geboten.

Und auch für Erwachsene ist auf den vielen Bühnen etwas dabei, wie zum Beispiel die Weimarer Zwiebelmarkt-Show, die an allen Nachmittagen auf dem Marktplatz stattfindet. Am Freitagabend können Besucher etwa auf dem Frauenplan dem Salonorchester Weimar lauschen oder auf dem Theaterplatz mit der Gruppe „Karussell“ alte Zeiten aufleben lassen. Lateinamerikanische Rhythmen gibt es mit der „Capelle Latin“ am Samstag auf dem Frauenplan. Zum Abschluss spielen u.a. die „Los Favoritos“ am Sonntagabend eigene und bekannte Melodien aus den 60er und 70er Jahren und laden zum Tanz auf den Theaterplatz ein.


Wer nach dem Trubel und allerlei Zwiebelgenuss in der Kulturstadt Europas, zu der Weimar 1999 vom Rat der Europäischen Union ernannt wurde, etwas Erholung in der Natur sucht, den lädt der Park an der Ilm zum ausgiebigen Schlendern ein. An seiner Gestaltung war Goethe maßgeblich beteiligt. Er genoss einst Stunden der Inspiration und Entspannung beim Spazieren in der weitläufigen Grünanlage.

Weitere Informationen zum Zwiebelmarkt finden Sie unter www.weimar.de/zwiebelmarkt sowie im aktuellen Zwiebelmarktflyer von DB Regio Thüringen.

(Fotos: Bahn im Bild, weimar GmbH / M. Schuck)

 
Tariftipp:

Mit dem Hopper-Ticket-Thüringen gelangen Sie für günstige sechs Euro von bis zu 50 Kilometer entfernten Orten nach Weimar und zurück. Den Gültigkeitsradius können Sie im Internet unter nvsthueringen.de/Content/hopperticketrechner.php überprüfen. Der Fahrschein an einem Tag jeweils von Montag bis Freitag ab 9 Uhr und am Wochenende ganztägig in den Nahverkehrszügen in Thüringen und Sachsen-Anhalt gültig.
 
Für Gruppen bis zu fünf Personen oder Eltern/Großeltern (max. 2 Erwachsene)  mit allen eigenen Kindern/Enkelkindern unter 15 Jahren empfiehlt sich das Thüringen-Ticket. Es gilt an einem Tag von Montag bis Freitag ab 9 Uhr und am Wochenende ganztägig in den Nahverkehrszügen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie bei vielen Bus- und Straßenbahnunternehmen. Das Thüringen-Ticket kostet 28 Euro bzw. 19 Euro für Einzelreisende an den DB Automaten.

Übrigens: In Weimar und Umgebung gelten außerdem die Angebote des Verbundtarifs Mittelthüringen (VMT).